Politik

Mein politisches Bewusstsein erwachte 1975: in der Quarta hatten

© Ines Gronemann

wir die Aufgabe erhalten, zu einem frei gewähltem Thema ein Referat zu halten. Meine Wahl viel auf den Tod Franciso Francos und den folgenden politischen Umbruch in Spanien. Ich gewöhnte mir an, neben der Lokalzeitung, dem Trierischen Volksfreund auch die überregionale FAZ zu lesen. Die Zeit der sozial-liberalen Koalition war für mich eine gute Zeit. Damals gab es in der FDP ja noch Liberale, also Menschen, die die bürgerlichen Freiheitsrechte hochhielten.

Das verbunden mit der sozialdemokratischen Kraft, die die

Schwachen schützt und sich um die Rechte von Minderheiten kümmert, das hatte mir damals schon sehr gefallen.

Glücklicherweise hielt mich 1982/1983 eine geistig-moralische Wende indula (in diesem unseren Lande, für die Jüngeren unter uns) von dem größten Fehler meines Lebens ab. Statt in die FDP einzutreten blieb ich lange Zeit politisch inaktiv, wohl aber nach wie vor höchst interessiert.

Auch bedingt durch meine eigene Vita rückte ich von der Mitte immer mehr nach links (wenn man schon in diesen Kategorien denken will) und es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ich dann endlich 1998 im Schröder-Wahlkampf in die SPD eintrat. Aber ich hatte sowas von die Faxen dicke vom ewigen Kanzler, der Wechsel musste einfach sein.

Wirklich aktiv in der Partei wurde ich dann erst in Euskirchen (es vertrug sich nicht und verträgt sich immer noch nicht mit meiner Berufseinstellung, über Sachen zu berichten, die ich selbst gestalte).

Seit 2004 bin ich Mitglied im OV-Vorstand, von 2006-2009 war ich zunächst sachkundiger Bürger im Sozialausschuss, um dann 2009 in den Rat der Stadt Euskirchen einzuziehen.

Meine politischen Schwerpunkte sind nach wie vor Sozial- und Kinder- un Jugendpolitik und die vergangenen fünf Jahre haben gezeigt, dass man auch ohne Mehrheit einiges bewegen kann, wenn man die richtigen Ideen hat.