Zusammenbruch der bürgerlichen Existenz

OK, Leute, wie bereits gestern angekündigt, habe ich spätestens für Dienstag damit gerechnet, dass meine Kühe im Eis einbrechen, absaufen und damit die letzten Reste meiner bürgerlichen Existenz vernichtet sind. Jetzt ist es also schon Karsamstag passiert. Gluck Gluck weg waren sie.

Wo anfangen?

  1. Fangen wir vor einer Woche an. AWO Jahreshauptversammlung. Tatsächlich einen neuen Vorstand zusammen bekommen. Und obwohl ich schändlich versagt habe bin ich glimpflich davon gekommen. Ich wollte aus Respekt vor HKM nur helfen, aber ich habe mich übernommen. Aus Erleichterung, so billig weggekommen zu sein, so richtig Kamikaze Saufen angefangen. Wie gehabt mit hohem Maß an Autoagression, die Vernichtung der eigenen Existenz billigend in Kauf nehmend.
  2. Einiges der Katastrophen ja schon in diesem Blog geschildert.
  3. Handy verschludert. Bei Congstar angerufen, neues Handy bestellt, neuen Vertrag. Congstar storniert mangels Deckung, Bank löst Lastschriften nicht mehr ein. (Wir reden über einen Betrag von vielleicht 100 Euro, die die Sparda zurück bucht, bei Congstar sind es genau 5,99) Bin nicht erreichbar, kein whatsapp, kein Mobil, sämtlich Kontaktdaten verloren. Dann der größte Gag: selbst wenn es mir gelingt, die drei, vierhundert Euro zur Kontodeckung aufzutreiben nutzt es mir nichts, weil ich wg. E-Banking die Sparda-App auf dem Handy brauche um Aufträge zu bestätigen – und ein handy habe ich nicht mehr.
  4. Dienstag / Mittwoch so richtig rumgehext; Peter und Leo in Anspruch genommen, auf Deutsch besser gesagt verarscht, um Weitersaufen zu können. Volker sowieso, viele Freunde bleiben nicht mehr. Rüdiger hätte helfen wollen, hatte aber berechtigte Angst, der angefragte Kredit würde zu anderen Zwecken missbraucht.
  5. Donnerstag hier aufgenommen. Stabels Märchenstunde. Sowas fällt mir nur im Suff ein. Meine Schmerzen, resultierend aus meiner Prügelei und dem Sturz sind sehr Real. Aber den kardiologischen Vorbefund gibt es nicht, weil ich am Mittwoch den Termin nicht mehr wahrgenommen habe. Die dermato-onkologische Geschichte ist frei erfunden. Vorbefunde anfordern ist also reine Zeitverschwendung. War der Versuch, möglichst viele Schmerzmittel rauszuschlagen. Hat aber nichts genutzt; kann nicht liegen und dadurch nicht schlafen. Habe den schwersten Entzug meiner 35-jährigen Suchtkarriere.
  6. Gestern am Findungstag mit fast der Höchstdosis eingestellt wurden. Das heißt, ich werde lange hierbleiben. Das mit genau acht Euro Barmittel und zwei Päckchen Tabak.
  7. Mein Stadtratsmandat und damit der AGS-Vorsitz sind niedergelegt
  8. Strom zurück gebucht
  9. Bliebe als Gag noch, wenn Strato mir den Blog sperrt

Kleine Ironie der Geschichte: während meine kleine Welt wegen vielleicht 300 Euro zusammenbricht warte ich auf mehrere 1.000 Euro Erbschaft, die nicht ausgezahlt werden, weil meine Geschwister sich nicht einig werden.

Wie gesagt, ich habe keine Antworten mehr. Was da an Gefühlen dran hängt, demnächst mehr. Heute nur soviel: ich bin am Arsch. Aber richtig.

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